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Ein wenig mehr Luxus – Kamera kaufen in Akihabara

October 24th, 2009  |  Published in Photowalk  |  1 Comment

Canon Digital Ixy 200 IS

Da hat die Wartezeit nun endlich ein Ende. Nachdem ich fast einen ganzen Monat ohne Kamera verbracht habe und sämtliche erste Eindrücke nicht festhalten konnte, bin ich nun in den Besitz einer kleinen netten Canon Digital Ixy 220 IS gekommen.

Jetzt habe ich natürlich den unbändigen Drang, von Allem und Jedem ein Foto zu schießen. Aber zuerst möchte ich euch die Geschichte hinter dem Kauf der Kamera erzählen. Das war nämlich nicht wie man meinen könnte, ein normaler Gang zu Yodobashi in die zweite Etage, links von den Rolltreppen an den Stativen vorbei zu den Massen von Kameras.

Camera FlyerDas Budget für den Monat war recht knapp, da ich mich noch vom Kauf eines Macbook Pros erholen musste. So wurde nicht nur beim Essen und beim Duschen gespart, sondern auch bei jeglichen anderen Einkäufen. Es musste also eine Kamera her, die sowohl leistungsstark als auch günstig ist. Da ich bisher mit einer Spiegelreflex Kamera gearbeitet habe, war mir der aktuelle Markt von Point and Shoot Kameras natürlich nicht bekannt. Also bin ich dann doch erstmal nach Yodobashi gegangen und habe mich von der Flut von Modellen erschlagen lassen und mir nebenbei nette Prospekte mitgenommen, um einen kleinen Überblick zu behalten (und nicht weil Mizukawa Asami das Coverblatt zierte =P)

Die Entscheidung fiel dann auf die besagte Canon Digital Ixy 220 IS (in Deutschland heißt sie Ixus 120). Ausschlaggebend für den Entschluss waren weder die 12 Megapixel, noch die automatische Gesichtserkennung oder die Retuschierfunktion. Wichtig für mich waren das Weitwinkelobjektiv, die High-Definitionauflösung und vor allem die einstellbare Verschlusszeit. Mit stolzen 32.000 Yen wäre ich also dabei gewesen.

Glücklicherweise wurde mir vor einiger Zeit www.kakaku.com von einem Freund vorgestellt. 価格 (kakaku) bedeutet “Preis”. Und zwar Preise in ihrer Gesamtheit, nicht wie beispielsweise 値段 (nedan), was den Preis eines Produktes oder einer Produktgruppe meint. So fällt es nicht schwer, den Titel dieser Seite zu verstehen. Ein deutsches Pendant wäre da z.B. billiger.de. Ein Blick auf die Seite genügte und ich wusste, ich muss wieder nach Akihabara. Denn dort gab es ein Geschäft, das die Kamera für sage und schreibe 10.000 Yen weniger im Angebot hatte.

PC Bomber ScreenshotAlso habe ich mich auf den Weg nach Akihabara zum PCボンバー (PC Bomber) gemacht. Ein äußerst ansprechender Name und eine moderne Webseite mit ausgeklügeltem Onlineshop ließen meine Erwartungen in die Höhe schrauben. Das letzte Mal, als ich ein von kakaku.com empfohlenen Laden angesteuert habe (zwecks Macbook Kaufes), stand ich erst mal vor zwei Hentai/AV-Geschäften. Mein angestrebtes Ziel lag dann genau daneben.

Nun ja, der PC Bomber ließ sich dann doch recht leicht finden. Ich bin dann durch die Tür und hatte mich schon darauf gefreut, die Produktpalette des Ladens zu durchstöbern (ich mache das sehr gerne, in Yodobashi vergeht mindestens eine Stunde, bis ich den Laden wieder verlasse ;)). Aber nein, ich musste mich erstmal anstellen. Anstellen??? Wieso das??

Die Schlange wurde nach und nach abgefertigt. Die Menschen vor mir hatten alle Zettel dabei, die aussahen wie Bestellscheine. Bin ich nun umsonst hier her gekommen? Hätte ich die Kamera vorher im Internet bestellen müssen und hier nur abholen müssen? Ich wollte schon fast umkehren, habe dann aber verstanden, wie dieser Laden funktioniert. Und zwar wie ein Schnellimbiss. Die Menschen kommen hin, nennen ihr gewünschtes Produkt, der Mitarbeiter verschwindet kurz im Lager und holt dieses hervor. Das wars.

Die Ramenya oder andere diverse Fastfoodketten mit ihren Bestellautomaten fand ich schon sehr seltsam. Dass es so etwas aber auch für Elektronikprodukte gibt, lässt mich nicht schlecht staunen. Als ich das meiner Freundin erzählt habe, entgegnete sie mir nur “Die vollendete Art und Weise, für Männer einzukaufen.” LOL!



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Wer steckt hinter dailynihongo.de?

Mein Name ist David, Student an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit Kernfach Modernes Japan, derzeit im 5. Semester. Seit September 2009 bin ich Austauschstudent an der Keio Universität in Tokyo.

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