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Seine eigenen Grenzen erfahren

September 18th, 2009  |  Published in Japanese  |  6 Comments

Casper David Friedrich - Der Wanderer über dem Nebelmeer

In einem Lied der Band スピッツ heißt es “Nun sollte ich auch frei durch die Lüfte fliegen können”. So ein derartiges Gefühl erfuhr ich als mir gesagt wurde, ich dürfe ein Jahr in Japan studieren. Dieses Gefühl habe ich über ein halbes Jahr mit mir getragen. Wer konnte ahnen, dass der Absturz so abrupt kommt?

Nun bin ich seit etwas über eine Woche in Tokyo angekommen. Wohlbehütet und fast ohne Probleme.

“Hast du dich schon eingelebt?”

“Wie ist das Leben in Tokyo?”

“Gefällt es dir?”

Dies sind alles legitime Fragen, die ich gerne beantworte haben. Denn sie zeigen Fürsorge und man denkt an mich. Bei einer Frage jedoch suche ich oft nach den richtigen Wörtern:

Wie kommst du mit der Sprache zurecht?

Zu dieser Frage fallen mir so viele Ereignisse ein, für die ich einen eigenen Eintrag schreiben könnte. Darauf wird es auch hinauslaufen. Als Vorgeschmack jedoch: als Absolvent des vierten Sprachkurses sollte ein jeder befähigt sein, in einem Imbiss sein Essen zu bestellen. Das funktioniert auch sehr gut. Selbiges gilt für das Einkaufen von Lebensmitteln, das Fragen nach dem Weg sowie kurze Unterhaltungen mit dem Wohnheimkoordinator.

Anders sieht es dann aber schon beim Eröffnen eines Bankkontos und das Kaufen eines Handys aus. Welche Abenteuer ich da erlebt habe, gibt es in Zukunft hier zu lesen. Der Schlag ins Gesicht kam dann jedoch letzten Samstag als sich alle neuen Austauschstudenten zusammengefunden haben, um den Einstufungstest zu schreiben. Selten hat man sich mit fremden Menschen so verbunden gefühlt, wie in diesem Moment. Gewiss ist der Schwierigkeitsgrad des Tests sehr hoch. Denn wie sonst trennt man die Spreu vom Weizen?

Das Gespräch mit dem student advisor verhalf einem dann aber doch wieder zu mehr Motivation, auch wenn es hieß, dass von uns Austauschstudenten nach einem Jahr der JLPT 1 erwartet wird.

Eine Herausforderung, die ich nur zu gerne annehme. In diesem Sinne: der Boden der Tatsachen ist mir zu langweilig, ich möchte wieder frei durch die Lüfte fliegen!



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Responses

    # #
  1. Huy says:

    September 18th, 2009at 6:44 pm(#)

    Go for it Phamolous!

  2. # #
  3. erz says:

    September 19th, 2009at 1:22 pm(#)

    Der Lackmustest heißt Subway. Wenn du da das richtige Sandwich bekommst, ohne mit der Wimper zu zucken kannst du Ausländisch, egal was der Test sagt.

    Ansonsten Kopf hoch und viel Spaß beim Eingewöhnen.

  4. # #
  5. David says:

    September 20th, 2009at 3:30 pm(#)

    Ich muss ehrlich sein. Bisher hatte ich noch nicht das Verlangen, nach Subway zu gehen. Es gibt hier so viele andere verlockende Gerichte ;) Ich werde mir den Tipp aber merken. Danke.

  6. # #
  7. Peter says:

    September 22nd, 2009at 7:46 pm(#)

    Hoffe, du hast den Test gut überstanden – danach zweifelt man an seinen Fähigkeiten, aber eigentlich zu unrecht…
    Und Subway mag als Sprachtest ok sein – in Japan ist das SubSandwich sowieso nicht sooo lecker.
    Grüße aus Raum 22!

  8. # #
  9. rocxyz says:

    September 22nd, 2009at 8:22 pm(#)

    Komischerweise hört man sehr oft von Abstürzen aller Art, wenn man mit Austauschstudenten spricht.

    Ich wünsche dir, daß am Ende die Höhenflüge überwiegen. ;)

  10. # #
  11. David says:

    September 24th, 2009at 8:32 pm(#)

    Peter: Der Test war in Ordnung, auch wenn die Selbstzweifel danach recht groß waren. Aber das ist ja kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Außerdem darf ich meine Senpai (dich vor allem) nicht enttäuschen ;)

    rocxyz: Hehe ja, der Einstieg ist immer hart, aber ich werde es auf die Reihe bekommen, danke =) Dir viel Erfolg bei der MRG Klausur.

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Wer steckt hinter dailynihongo.de?

Mein Name ist David, Student an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit Kernfach Modernes Japan, derzeit im 5. Semester. Seit September 2009 bin ich Austauschstudent an der Keio Universität in Tokyo.

Mehr über mich gibt es auf der About-Seite.