-->

dailynihongo.de

Übersetzung L15: watashi no shippai

June 11th, 2008  |  Published in Old  |  2 Comments

[lang_de]
Der Lesetext Nr. 15 aus der Lektion 29 beschreibt auf eine sympatische und teilweise sehr amüsante Weise die Irrtümer dreier Gaijin auf ihrer Entdeckung eines unbekannten Landes. Als erstes haben wir Raito-san, der nicht Zugfahren kann, dann Migeru-san, der die Asche einer Frau isst (Bitte waas??) und zu guter Letzt John-san, der nicht sich im Bad nicht regelkonform verhalten kann…

Aufgrund von Urheberrechten bin ich mir im Moment nicht im Klaren, ob es mir gestattet ist, den Text hier zu rezitieren. Daher gibt es hier vorerst nur die Übersetzung.

Deutsche Übertzung:

Raito-san: Letztes Wochenende habe ich meinen Freund besucht. Am Ôsakabahnhof bin ich sofort in den dort ankommenden Zug eingestiegen. Mein Freund sagte zu mir, dass er am Bahnhof in der Nähe seines Hauses warten würde. Aber der Zug, in den ich eingestiegen bin, ist an diesem Bahnhof durchgefahren. Es war ein Expresszug. Bis Kyôto hat der Zug nirgendwo gehalten. Ich bin noch einmal in einen Zug gestiegen, der nach Ôsaka fährt. Mein Freund hat am Bahnhof freundlicherweise zwei Stunden lang auf mich gewartet. Gott sei dank.

Vokabeln, die vorher noch nicht aufgetaucht sind: 通り過ぎる (とおりすぎる, durchfahren).

Migeru-san: Es fand die Beerdigung der Mutter meines Abteilungsleiters statt. Ich bin mit meinen Arbeitskollegen zur Beerdigung gegangen. Dort standen viele Leute in einer Reihe. Vor dem Foto haben sie ihren Kopf gesenkt und irgendetwas in ihre Münder geführt. Dann war ich an der Reihe. Auf dem Podest lag ein Pulver. Es hat nicht so gut gerochen und ich dachte es sei eine japanische Tradition und hab es daher dummerweise gegessen. Es hat nicht geschmeckt. Später hat mir mein Freund beigebracht, dass es nichts zu essen war.

Natürlich hat Migeru-san nicht die Asche der Mutter gegessen, sondern es war ein Pulver, in das die Räucherstäbchen gesteckt werden. Neue Vokabel hier: 下げる (さげる, senken)、 (だい, Gestell, Podest)、 (こな, Pulver)、まずい (nicht schmecken).

Jon-san: Ich habe in meinem Heimatland ein Buch bezüglich japanischer Badehäuser gelesen. Ich fand es interessant. Deshalb bin ich sofort, nachdem ich nach Japan gekommen bin, zu einem Badehaus gegangen. In meinem Buch gab es ein Foto, auf dem ein Ort gezeigt wurde, an dem viele Regale
aufgereiht waren und an dem sich viele Leute ausgezogen haben. Ich habe mich an diesem Ort auch entkleidet und meine Kleidung in eine dieser Regale gelegt. Danach bin ich reingegangen. Dort waren noch größere Regale aufgereiht. Ich habe mich fälschlicherweise am Eingang entkleidet und am Ort, an dem man eigentlich die Schuhe ablegt meine Kleidung abgelegt.

Ich persönlich habe mich, wie wohl die meisten von uns, bei Migeru-sans Geschichte am meisten amüsiert. Die unschuldige und hilflose Art, wie er das erzählt und das Bild sind herzallerliebst. Ich habe köstlich gelacht.
[/lang_de]



Tell the world about this post:



This website uses IntenseDebate comments, but they are not currently loaded because either your browser doesn't support JavaScript, or they didn't load fast enough.

Responses

    # #
  1. *Tipp* says:

    June 20th, 2008at 3:51 pm(#)

    Er isst nicht die Asche der Frau. Bei japanischen Beerdigungen ist es Brauch, dass jeder nach vorne geht, um dann vor sich eine Schale mit (nichtbrennendem) Weihrauch (nicht Asche einer Person!) vor sich zu finden. Diese nimmt man zwischen die Finger und hält es sich in Richtung Stirn (man beugt sich dabei ebenfalls vor). Dann wirft man diesen Weihrauch in eine andere Schale in der sich bereits brennender Weihrauch befindet.
    Für ihn sah dieses “Weihrauch-nahe-Stirn-bringen” aus, als ob die Leute es essen. Er hat die Leute, die vor ihm dran waren, ja nur von hinten gesehen und da sieht es aus als würden sie sich das in den Mund stecken.

  2. # #
  3. David says:

    June 20th, 2008at 4:14 pm(#)

    Hehe ja, er isst nicht die Asche der Frau. Das ist mir schon klar, steht auch weiter unten, musst nur was weiter lesen ;)

    Es war ein Teaser, deshalb ist’s so formuliert und hat wohl auch funktioniert.

    Trotzdem danke für den Hinweis und für die Erklärung bzgl. des Brauches. Naja und die Pointe hat wohl jeder verstanden, deswegen war es ja auch so lustig.

Leave a Response


Tweetupdates

Wer steckt hinter dailynihongo.de?

Mein Name ist David, Student an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit Kernfach Modernes Japan, derzeit im 5. Semester. Seit September 2009 bin ich Austauschstudent an der Keio Universität in Tokyo.

Mehr über mich gibt es auf der About-Seite.